Briggegiggel und Stadtführung Sachsenhausen

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Was ist ein Briggegiggel?

Im Gegensatz zu manch anderer Stadttour ist Snacks & Stories nicht unbedingt der Frankfurter Mundart verpflichtet. Insofern kommen auch nicht all zu viele heimische Wortkreationen vor. Aber eine Sache gehört dann doch zwingend erwähnt: Der bereits oben aufgeführte Briggegiggel. Zuvor jedoch sollten wie das Wort erst einmal in´s Hochdeutsche übersetzen. Hierzu müssen wir den Begriff allerdings auseinander nehmen. Da wäre zunächst das Wort „Brigge“. Es steht für Brücke. Anschließend folgt „Giggel“. Der wiederum bezeichnet den hessischen Gickel oder Gockel. Im Hannoverschen Hochdeutsch würde man dessen ungeachtet „Hahn“ dazu sagen. Unser Kamerad ist deswegen einfach der Hahn auf der Brücke.

Federvieh ganz in Gold

Folgerichtig ist er eine wahrhaft glänzende Erscheinung. Doch warum eigentlich? Dergestalt war er eben gut zu sehen für die Schiffer, die den Main überquerten. Genauso wie heute die Autobahnen, waren die Flüsse nämlich für den Transport von Menschen und Produkten zuständig. Demgemäß hat sich der tapfere Bootsführer in trockenen Sommern – wenn der Wasserpegel im Main sehr niedrig war – am Briggegiggel orientiert. Der war dementsprechend genau in der Mitte angebracht und kennzeichnet die tiefste Stelle. So war eine Durchfahrt auch bei Niedrigwasser möglich.

Er konnte aber auch grausam sein, der Briggegiggel!

Die alte Brücke war ja im Mittelalter Gericht und Hinrichtungsort gleichermaßen. Hatte nun jemand etwas wirklich Schlimmes ausgefressen, also wirklich richtig schlimm, dann: Ja, dann hat man in nicht an Ort und Stelle erhängt, sondern einfach ertränkt. Hände und Füße gefesselt, auf ein Brett gebunden, vorn über´s Geländer gekippt. Auch das geschah in Höhe des Briggegiggel. Denn – wie erwähnt – war der Fluss da am tiefsten. Ob es jemand geschafft hat, diesem Ende zu entrinnen? Es ist nichts dergleichen bekannt. Fixiert und mit Sicherheit Nichtschwimmer (damals konnten das nur die wenigsten), waren die Chancen gleich Null. Noch mehr Historie, die auch nicht immer so gruselig ist, gibt´s auf der Tour. Buchen und wir sind schon auf dem Weg. Dann aber auch zu so köstlichen Plätzen wie casadeportugal.de 

 

 

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