Stadtführung Frankfurt und die Reformation

Wenn man von Reformation spricht, heißt das ja nicht automatisch, dass alles darüber schon bekannt ist. So hat sich die folgende Sachsenhäuser Geschichte nur den wenigsten erschlossen, aber Sie hat sich tatsächlich so zugetragen. Legen wir also los: Es war 1524 und Frankfurt war schon damals ein recht freigeistiges Pflaster. So verwundert es auch nicht, dass man hier schon im Mittelalter gerne neue Wege beschritt. Kurz gesagt: Hier wollten viele die Reformation, aber die Geistlichen von damals zierten sich doch erheblich. So kam es, dass drei Männer, die Luthers Lehren mit Haut und Haaren gefressen hatten, den nicht unbedingt an der Reformation interessierten Pastor ziemlich massiv bedrängten. Massiv ist vielleicht noch ein wenig zu zahm, sie vermöbelten ihn nämlich nach Strich und Faden. Der arme Mann musste mithilfe seines Küsters über den Main fliehen und sich dort erstmal von seinen Blessuren erholen. Unsere drei Täter – ich nenne Sie hier mal Reformation-Rocker – wollten natürlich nicht erwischt werden und bedienten sich einer perfiden List, indem Sie die Prügelattacke in Frauenkleidern vornahmen! Entgegen der Reformation war die Emanzipation ja tatsächlich noch weit entfernt und: natürlich wurden Sie geschnappt. Zum Tode verurteilt wurde das brutale Trio der Überlieferung nach aber nicht. Denn wie heißt es doch so schön: Nichts ist stärker als eine Idee, die zu wachsen beginnt. Die Reformation zog sich dann auch noch bis zum Ende des 30-jährigen Krieges dahin, dann aber war sie beschlossene Sache.  Wenn Sie nun wissen möchten, wo genau sich das Ganze zugetragen hat, dann sollten Sie schleunigst eine Tour mit Snacks & Stories buchen. An diesem Ort gibt es auch noch weitere interessante Fakten, die vielleicht nur diese Stadtführung Frankfurt so zu bieten hat. Keilerei und Schlemmerei gehen hier sozusagen Hand in Hand und sie können gespannt sein, was sonst noch auf dem Weg auf Sie wartet. Frauenkleider trägt der Guide aber nicht. Versprochen.