Snacks & Stories, die Stadtführung Frankfurt und die neue Altstadt

Die Frankfurter, oder eher die Hessen, sind ja nicht unbedingt als die Frohnaturen unter den Völkern bekannt. Besonders deutlich wird das, wenn man sich dem Thema „neue Altstadt“ widmet. Es gibt Besucher, die sind durchaus begeistert vom historischen Anlitz, das in Wirklichkeit ja nicht sooo geschichtsträchtig ist. Das ist diesen Menschen aber Hupe, denn was zählt ist der Wille zur Verschönerung! Tja und dann gibt es die, die über die neue Altstadt nur eines sagen: Disney am Main! Ihnen ist das alles zu gewollt, zu gekünzelt, es fehle schlichtweg an Authentizität. Und wer hat nun Recht? Snacks & Stories jedenfalls fühlt sich eher zur ersten Gruppe hingezogen, denn bedenkt man, wie die Stadtmitte der Mainmetropole vor der Veränderung aussah, mus man schon sagen, hier wird doch jetzt Einiges für das Auge geboten. Gewiss, der Retro-Charme ist vielerorten schon arg überstrapaziert, aber hier passt er irgendwie, weil eben schon einiges an Historie in der Nähe der neuen Altstadt steht (z.B. der Dom, der gar keiner ist). Das Ensemble fügt sich also harmonisch gut ein und macht die neue Altstadt zu einem weiteren Touristenmagnet, den Frankfurt auch dringend braucht, wenn man mit den großen der Republik mithalten will. Und liebe Kritiker da draußen, das Ganze wird bestimmt noch attraktiver, wenn erstmal eine gewisse urbane Kultur in der neuen Altstadt Einzug gehalten hat. Es sind doch die Bewohner und die Geschäfte, die einem Viertel, einer Region das gewisse etwas verleihen (lassen wir an dieser Stelle die Mietpreise erstmal außen vor). Und wer sich dennoch nicht in der Lage sieht, sich über die neue Alstadt zu freuen, der kann ja ruck-zuck über den eisernen Steg schlendern und mit Snacks & Stories eine Tour durch Sachsenhausen machen. Vieles hier ist schon richtig betagt (keine Angst, der Guide ist es noch nicht) und leckere Kleinigkeiten gibt es auf dem Weg auch noch.